Don’t Play! Eine dokumentarische Spektralgymnastik

Musiktheater / Performance, 2013/14

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Ausgehend von Beobachtungen des Alltags, von Arbeitskontexten und Freizeitsituationen, von Proberaumszenen und Aufführungsritualen, untersucht das Stück Don’t Play!  die Arbeitspraxis der Instrumentalistinnen und Instrumentalisten des Ensembles El Perro Andaluz, das sich der zeitgenössischen Musik verschrieben hat. Wie vertreibt man einen Instrumentenwolf, wie viel Wiederholung braucht die Probe einer Xenakis-Passage, welche Vorsichtsmaßnahmen sind in der Küche einzuhalten und warum spricht man eigentlich in der Musik nicht vom Doping?

Ensemblemusikerinnen und -musiker bleiben im Konzert oder Musiktheater zumeist hinter der Musik oder den Aktivitäten auf der Bühne verborgen. Sie garantieren die musikalische Sphäre einer Aufführung ohne selbst in Erscheinung zu treten. Don’t Play! macht die Arbeit der Musikerinnen und Musiker an der Musik zum Material des Projekts. Die Beobachtungen und Beschreibungen werden zum Initialpunkt eines performativ-kompositorischen Prozesses, der das recherchierte Material, das häufig weit jenseits der musikalischen Arbeitspraxis gewonnen wurde, zurück in Bewegung, Text, Klang und Musik verwandelt.
Die Choreografin Elizabeth Waterhouse und der Regisseur Jens Heitjohann durchbrechen die Geschlossenheit der Aufführung des erklingenden Ensembles und legen die Sicht frei auf die Bedingungen dieses Erklingens, auf das, was im Konzert normalerweise keine Beachtung findet.

Konzept und Regie: Jens Heitjohann
Co-Regie: Liz Waterhouse
Von und mit: Lennart Dohms, Jens Heitjohann, Max Schneider, Liz Waterhouse &
El Perro Andaluz (Arnfried Falk, Konrad Hartwig, Aline Khouri, Yuri Matsuzaki, Albrecht Scharnweber, Emily Yabe)
Photos: Max Schneider

Eine Produktion von Jens Heitjohann in Koproduktion mit der Schaubühne Lindenfels.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Zur Videodokumentation der ersten Version (2013).

Presseartikel der Leipziger Volkszeitung
Presseartikel auf artiberlin.de